Samstag, 24. März 2012

Nur 6 Tage von Philip Well

Produkt-Information 

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass' kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen ... 
"Nur 6 Tage" ist eine Mischung aus Dystopie und Science-Fiction- Roman, welche vom Autor gut mit einander verbunden worden und eine gut durchdachte Handlung ergeben. Mit viel Spannung und interessanten Elementen weist Philip Well dem Leser den Weg durch dieses etwas andere Buch und zeigt ihm, dass Dystopie auch anders geht. Zu Beginn des Buches dümpelt die Handlung langsam dahin, bekommt aber letztendlich einen Wendepunkt ab dem sich die Gegebenheiten überschlagen und die Story an Fahrt aufnimmt.  Jedoch bleibt diese die meiste Zeit lang oberflächlich; ich hätte mir an gewissen Stellen mehr Tiefgang gewünscht, um mehr zu erfahren und um ein besseres Verständnis für die dortigen Gegebenheiten zu bekommen, was mir die Geschichte vielleicht etwas Näher gebracht hätte. 
Cass ist ein interessanter Charakter, der dem Leser mal mehr und mal weniger sympathisch ist. Sie weist die typischen Charakterzüge eines Teenager auf, ist jedoch tough und selbstständig. Die drei weiteren Hauptprotagonisten weisen interessante Wesenszüge auf und ergänzen sich gegenseitig und bereichern die Handlung zusätzlich. 
Die Sprache ist sehr auf dem umgangssprachlichen Level gehalten, was ab und zu doch störend wirkt. Da "Nur 6 Tage" aus der Sicht von Cass erzählt wird, wird die Handlung stark von ihrem Sarkasmus und ihrer schnoddrigen Art geprägt, was jedoch mit der Zeit nach und nach abnimmt. Ansonsten liest es sich flüssig und bietet eine lockere Lektüre für Zwischendurch.
Das Cover passt mehr oder minder zum Inhalt, kann mich aber letztendlich nicht ganz überzeugen, da das gewisse Etwas fehlt.


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1 Kommentar:

  1. Ich war richtig froh das sich die Arrt von Cass mit der Zeit verbessert hat - am Anfang hat mich das wirklich gestört. Kann dir da also nur zustimmen.

    LG Marleen

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