Mittwoch, 6. Juni 2012

Chroniken der Weltensucher 04- Der Atem des Teufels von Thomas Thiemeyer


Produkt-Information

Tief im Inneren der Erde haust das Volk der Steinernen. Vor Jahrtausenden wurde es von dieser Welt verstoßen durch die Gier eines einzelnen Mannes. Betrogen und verraten, holt es sich jetzt zurück, was ihm einst gehörte. Zwölf Jahre nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Krakatau in der Meerenge zwischen Java und Sumatra kommt die Erde nicht zur Ruhe. Tiefe Spalten, aus denen undurchdringlicher gelber Nebel quillt, öffnen sich quasi über Nacht. Seltsame gehörnte Kreaturen steigen heraus und versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Vorfälle rufen den Generalgouverneur Niederländisch-Indiens auf den Plan. Er wendet sich an seinen Außenminister, der wiederum den Rektor der Universität zu Berlin um Hilfe bittet. Und der kennt nur einen Mann, der das Rätsel der steinernen Teufel von Java lösen könnte: Carl Friedrich von Humboldt, Spezialist für unerklärliche Phänomene und Kopf seines unerschrockenes Teams der Weltensucher.


Mit "Der Atem des Teufels" geht die Reihe um die Weltensucher spannungsgeladen weiter. Es werden phantastische, historische, wissenschaftliche und abenteuerliche Fakten miteinander verknüpft und ergeben so einen wundervollen Schmöker, der auf ganzer Linie Jung und Alt zu überzeugen weiß. 
Rätselhafte Ereignisse treten auf den Plan und werden nach und nach einer Lösung zugeführt, die unkonventioneller Natur sind, ohne dabei zu abgehoben zu erscheinen.
Naturphänomene werden auf eine phantastische Art bearbeitet, sind dabei aber stets lehrreich, da der größte Teil auf Fakten beruht. 
Die Handlung besitzt eine hohe Spannungskurve, die sich durch das gesamte Buch schlängelt. Auch der rote Faden wird nie außer Acht gelassen.
Die Enzyklopädie, die auch in "Der Atem des Teufels" am Ende zu finden ist, ist sehr aufschluss-, und lehrreich. Man bekommt die innerhalb des Buches aufgeworfenen Fakten näher erläutert und erfährt Wissenswertes aus diversen Fachgebieten, die verständlich erklärt werden.
Thomas Thiemeyer beweist, dass er Bücher schreiben kann die fesseln, und die im vierten Band immer noch nichts an Suchtpotential eingebüßt haben.
Das Ende dieses Abenteuers wurde aus historischer Sicht etwas abgeändert, was aber einem Zweck zu dienen scheint. Nun bin ich sehr gespannt auf den fünften Band, der hoffentlich diesen Ansatz zufriedenstellend weiter behandeln und weiterspinnen wird.


Die Charaktere, die dem Leser mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind, werden in "Der Atem des Teufels" noch weiter in ihren Facetten ausgebaut und besitzen ihre Ecken und Kanten, die wunderbar in die Geschichte miteingefügt werden. Ohne diese wären die Weltensucher nicht das, was sie sind: ein sympathisches Gespann, mit viel Cleverness und Abenteuerlust.


Sprachlich und erzählerisch gesehen kann man mit ruhigem Gewissen sagen, dass Thomas Thiemeyer sein Handwerk beherrscht. Er ist einer der Autoren, die den Leser stets zu fesseln wissen durch ihre einmalige und wundervolle Art zu schreiben. Flüssig, lebendig und bildhaft. Die Sprache ist dabei toll gestaltet, jeder Satz, jedes Wort ist an der richtigen Stelle.


Schon die Cover der ersten drei Bände waren ein wahrer Hingucker. So steht auch dieser vierte Band ihnen in nichts nach und ist ein echtes Highlight in jedem Bücherregal. Man schaut sich sehr gerne diese Schutzumschläge an, um jedes Mal aufs Neue ein weiteres Detail entdecken zu können. Auch die Rückseiten der Buchdeckeln sind wie immer vom Autor eindrucksvoll mit einer tollen Karte des jeweiligen Gebietes versehen worden.





Reihenfolgeinfo:

Band 1: Die Stadt der Regenfresser
Band 2: Der Palast des Poseidon
Band 3: Der gläserne Fluch
Band 4: Der Atem des Teufels

1 Kommentar:

  1. Hi :)

    Bin erst kürzlich auf deinen Blog gestoßen und möchte jetzt mal anmerken dass mir deine Rezensionen gefallen^^

    Die Chroniken der Weltensucher hab ich schon länger im Blick, aber jetzt hab ich den ersten Band auf meine Merkliste gesetzt; hört sich nach einem schönen Schmöker an.

    lg

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