Mittwoch, 29. August 2012

Nur ein Blick von dir von Sue Ransom



Klappentext:
"Hab keine Angst, Callum", sagte ich laut. "Ich hole das Amulett zurück und wir werden wieder zusammen sein." Ich konnte seinen traurigen Blick beinahe spüren, und sein Bild in meinem Kopf war so klar, dass ich sein Gesicht im Spiegel vor mir zu erkennen glaubte. Ich fühlte, wie er sanft mein Haar berührte, und auf meiner Schulter einen hauchzarten Kuss.
"Du fehlst mir so, Callum", flüsterte ich. "Ich komme zu dir zurück, ich verspreche es dir. Wenn du mir nur ein Zeichen geben könntest, dass du noch da bist ..." 
Doch alles, was ich hörte, war Stille.

"Nur ein Blick von dir" ist der zweite Band der "Small Blue Thing"- Trilogie von Sue Ransom. Er setzt nahezu nahtlos an den Geschehnissen des ersten Teils an und führt die Handlungsstränge fort, ist dabei aber auch unabhängig von einander lesbar. Dennoch empfehle ich, "Nur ein Hauch von dir" vorher gelesen zu haben, um ein besseres Verständnis für die Geschichte und die in ihr vorkommenden Personen zu bekommen und die Hintergründe nachvollziehen zu können.

Während der Fokus des ersten Bandes "Nur ein Hauch von dir" noch auf der Romantik lag, liegt das Hauptaugenmerk in diesem zweiten Band auf Verwirrspielen und jeder Menge Dramatik. Somit findet sich in "Nur ein Blick von dir" mehr Spannung und Tempo, als es im ersten Teil dieser Trilogie der Fall war.
Der etwas klein gehaltene Part der Romantik erschien mir teilweise etwas zu schmalzig und gewollt, sodass in diesem Punkt sich nicht das nötige Gefühl eingestellt hat.
Nebenbei lässt die Autorin auch einige Informationen über London einfließen, die mir persönlich sehr gut gefallen haben.
Das Ende verspricht einen spannenden Einblick auf kommende Ereignisse und schürt die Vorfreude auf den dritten und finalen Band dieser Trilogie.

Die Personen erhalten in "Nur ein Blick von dir" neue Facetten zugesprochen. Während der Großteil dieser Protagonisten ein wenig erwachsener erscheinen, scheint mir Alex zum Teil sehr in ihren Gefühlen gefangen und lässt daher ein wenig Entwicklung vermissen. 

Da es so gut wie keine neuen Charaktere in diesem zweiten Teil gibt, kann man sich als Leser wieder gut in die Story einfinden. Dabei werden die Charakterzüge dieser Personen weiter verfeinert und es kristallisieren sich Ecken und Kanten heraus.

Der Schreibstil der Autorin hat sich im Vergleich zu "Ein Hauch von dir" verbessert. Er wirkt weniger holprig und daher angenehm flüssig und durch die Dramatik auch um einiges packender. Die Emotionen wurde, mal von der Romantik abgesehen, klar herausgearbeitet. Vorallem die ngeativen Gefühle kommen klarer zum Ausdruck, sodass die Dramatik und Verzweiflung der Hauptprotagonistin glaubhaft erscheinen.

Wie schon in Band eins störte mich auch hier die Übersetzung im Bezug auf ein bestimmtes Wort, denn auch hier heißt es statt "Wange" wieder "Backe", womit ich etwas anderes assoziiere.



>>Hier<< findet ihr meine Rezension zu "Nur ein Hauch von dir"





1 Kommentar:

  1. Ich fand den zweiten Teil auch wesentlich besser als den ersten und bin schon gespannt auf den dritten. :)
    Naja alles im allem würde ich sagen, dass es dennoch eine eher durchschnittliche Reihe ist. ;)

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