Mittwoch, 10. Oktober 2012

Cold Belt 01 - Feuerblut von Deborah C. Winter


Klappentext:
Lilly ist 17 und zieht mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder aus New York weg, da ihr Vater in Harts wieder Arbeit gefunden hat. 2027 hat die Erde ihren Dritten Weltkrieg gut überstanden und baut sich wieder eine Wirtschaft auf. Der Krieg fand damals mit den Vampiren statt, die sich öffentlich zu ihrer Rasse bekannten. Da man sie aber jagte wie Tiere, wehrten sie sich und so kam es zu einer weltweiten Krise. Die Menschen schufen die Cold Belts, Sicherheitsreservate, getrennt von den Menschen, so dass beide Rassen in Frieden leben können. Jedoch halten sich nicht alle daran, viele brechen aus, mischen sich unter die Menschen. Und auch Menschen schleichen sich in die Cold Belts, da sie gebissen werden wollen, um ebenso ein Vampir zu werden. Lilly und Caleb freunden sich an, bis er ihr sein Geheimnis anvertraut...

"Feuerblut" ist der Auftakt zu einer dystopisch angehauchten Vampirreihe von Deborah C. Winter.

Nach kleineren Einstiegsschwierigkeiten, da sich die ersten 90 Seiten aufgrund der Einführung in die von der Autorin erdachte Welt etwas ziehen und mit Informationen nur so um sich geschmissen wird, wird der Leser mit toller Unterhaltung belohnt, in der eine große Menge an Potential steckt, das darauf wartet, im nächsten Band voll ausgeschöpft zu werden. Dennoch wird es auch in dieser Zeit nicht langweilig, denn man möchte stets wissen, was sich die Autorin für uns ausgedacht hat und was die Geschichte so bereithält.
Und dann, sobald ein gewisser Punkt überschritten ist, findet man sich in einer spannenden und geheimnisvoll angehauchten Story wieder, die so ganz anders ist als die bisher bekannten Vampirromane.
Einmal angefangen lässt sich "Feuerblut" nur schwer aus der Hand legen, denn trotz kleinerer Schwächen entwickelt diese Story einen gewissen Sog, der den Auftakt zur "Cold Belt"- Reihe schon fast zu einem echten Pageturner werden lässt.
Dieser erste Teil der Reihe wird von einem allwissenden Erzähler geschildert, der sich zwar hauptsächlich auf Lily fokussiert, aber dennoch auch einige Szenen dem Leben oder auch Nicht-Leben anderer für den Inhalt wichtigen Charaktere widmet.
Weiterhin stellt die Autorin Bezüge zu unserer Gegenwart her, die diese erdachte Zukunft authentischer erscheinen lassen, wenn man einmal von dem vampirischen Element absieht.
Auch wenn das komplett Potential nicht vollends ausgeschöpft wurde, hat mir dieser Roman viel Spaß gemacht. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band "Schattentraum" und die Geschichte, die uns die Autorin darin erzählen wird. 
Durch den Cliffhanger am Ende wird die Neugier noch zusätzlich geschürt, wobei die Handlungsstränge in "Feuerblut" schon ein solides Fundament für den kommenden zweiten Band gebildet haben.

Lily ist eine sympathische Hauptfigur mit der sich viele von uns identifizieren können. Sie ist kein naives Schäfchen, sondern eine Person, die sich für andere einsetzt und der Moral sehr wichtig ist. Dabei ist ihr Umgang mit gefährlichen Situationen, die dank ihrer Liebe zu Caleb zwangsläufig auf dem Plan stehen, sehr authentisch umgesetzt, dennoch beweist sie stets einen mutigen Charakter und eine ehrliche Haut.

Leider bleiben etliche der Nebenfiguren, hauptsächlich der vampirische Teil der Gesellschaft, so interessant sie auch sein mögen, etwas blass. Ich hoffe, dass man in Band 2 über einige noch ein wenig mehr erfährt, um ihre Hintergründe besser zu verstehen.
Die menschliche Seite von Harts ist hingegen stärker skizziert, auch sie besitzen einiges an Potential das darauf wartet ausgeschöpft zu werden und tolle Charaktere hervorzubringen.

Nicht immer ist der Schreibstil der Autorin rund und ab und an entsteht ein kleineres Kuddel-Muddel, da zwischen den einzelnen Charakteren herumgesprungen wird. 

Dennoch steckt auch hier großes Potential, in dem die Grundlagen vorhanden sind und die Autorin diese nur noch weiter verfeinern muss, aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Trotzallem liest sich "Feuerblut" flüssig und besitzt eine gewisse Sogwirkung, auch die Atmosphäre stimmt, sodass man diesen Roman guten Gewissens als gelungen bezeichnen und über die kleineren Schwächen hinwegsehen kann.

 



1 Kommentar:

  1. Oh das klingt wirklich gut. Bislang hab ich zwar immer das Cover gesehen, mich aber nie näher mit der Geschichte beschäftigt. Jetzt klingt es, als wäre es eigentlch genau mein Fall ... nein ich hab ja auch nicht schon genug zu lesen *kopfschüttel* .. ich sollte wirklilch mal aufhören, Deine Rezis zu lesen :)

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