Sonntag, 21. Oktober 2012

Das verbotene Eden: Logan und Gwen von Thomas Thiemeyer



Klappentext:
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann –, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und nichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten …

Mit "Logan und Gwen" legt Thomas Thiemeyer den zweiten Teil seiner "Das verbotene Eden"- Trilogie vor, mit der er noch einmal sein ganzes Können beweist und im Vergleich zu "David und Juna" noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegt.

Auch in diesem Band beschäftigt sich der Autor wieder mit dem Thema: "Was wäre, wenn Männer und Frauen einander bis aufs Blut hassen würden?". In einem dystopischen Setting verwebt er Fiktion mit der Wirklichkeit und schafft zum zweiten Mal eine interessante Erarbeitung dieses Themas.
Während der erste Teil sich noch hauptsächlich mit der Lebensart der Frauen befasste, liegt in "Logan und Gwen" der Fokus auf dem Leben der Männer, das ebenso anschaulich wie spannend dargestellt wird. Zusätzlich ist dieser zweite Band aufgrund ebendieser Lebensart auch ein Stück weit brutaler als es in Band eins der Fall gewesen ist.
Die dystopische Atmosphäre wird perfekt transportiert und von etwas Einmaligem begleitet. Der Leser bekommt während des Lesens dieses spezielle Gefühl, das zum Verweilen in der Geschichte einlädt.
Durch eine konstant hoch angelegte Spannungskurve wird es niemals langweilig, stets passiert etwas von elementarer Bedeutung für den weiteren verlauf dieser Trilogie.
Wie schon in Band eins, ist auch hier das Ende offen. Daher ist anzunehmen, dass Thomas Thiemeyer in seinem finalen Band "Magda und Ben" alle offenen Handlungsstränge zusammenführen wird und den Leser über den Verbleib der vier bisherigen Hauptprotagonisten aufklärt, sowie einen passenden Schluss für diese Trilogie findet.

Die Protagonisten dieses Bandes sind wieder stark skizzierte Charaktere, die in ihrer Unterschiedlichkeit und in ihrem Facettenreichtum, alles aufbieten, was ein spannendes Buch benötigt. Ein Teil dieser Personen ist bereits aus "David und Juna" bekannt, wodurch man sich als Leser leichter in der Geschichte zurechtfindet. 

Die Verblendung der einzelnen Charaktere in ihrem Hass gegen das andere Geschlecht ist anschaulich und sehr authentisch dargestellt, auch der Wandel dieser Einstellung Logans und Gwens kauft man ihnen ab.

Thomas Thiemeyer schreibt sehr bildhaft und packend. Ab der ersten Seite ist man in der Geschichte gefangen und ist bis zum Schluss immer voll dabei. Flüssig geschrieben und mit dem gewissen Etwas macht "Logan und Gwen" einfach nur Spaß und ist eine etwas andere Dystopie auf dem Buchmarkt.


     


>>Hier<< bekommt ihr die Rezension zu Band 1 "David und Juna"





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