Mittwoch, 3. Oktober 2012

Der Seelenfänger von Chris Moriarty



Klappentext:
New York, ein magischer Melting Pot! Lower East Side, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Ermittler für magische Angelegenheiten bei der New Yorker Polizei zu arbeiten, ist eigentlich kein Job für einen Jungen. Aber als sich herausstellt, dass Sascha Kessler, Sohn jüdischer Einwanderer aus der ärmlichen Lower East Side, tatsächlich Magie sehen kann, verändert sich sein ganzes Leben. Sascha geht bei dem erfolgreichen Star-Ermittler Maximillian Wolf in die Lehre und gemeinsam jagen sie eine unheimliche Schattenseele, einen Dibbuk, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt.

"Der Seelenfänger" ist der Auftakt zu einer magischen Reihe, die viele verschiedene Komponenten zu einer schönen Story vereint.

So gesehen spielt "Der Seelenfänger" in einem Paralleluniversum, denn dieser Beginn des 20. Jahrhunderts ist unserem nur in groben Zügen ähnlich. So treten bekannte Persönlichkeiten dieser Zeit auf den Plan, üben aber eine andere Funktion aus. Ebenfalls ist Magie dort allgegenwärtig und sehr passend in die Handlung mit eingearbeitet. Chris Moriarty hat ihre eigene Welt geschaffen, die eine historische und magische Atmosphäre auf den Leser ausübt und ihm auf interessante Weise das jüdische Alltagsleben näher bringt, ohne das dieser Aspekt einen zu aufdringlichen Part in der Geschichte zugewiesen bekommt.
Dabei ist "Der Seelenfänger" spannend und authentisch zu lesen, denn, wenn man einmal von der Magie absieht, ist das Leben zu der Zeit in New York deckungsgleich mit unserer Vergangenheit und bekommt durch den magischen Part einen besonderen und einzigartigen Charme.
Die kriminalistische Handlung wurde ausgeklügelt erarbeitet, sie offenbart zwar gewisse Elemente ziemlich schnell, doch treten andere erst am Ende ans Licht und behalten bis dahin eine angenehme Portion Spannung bei.
Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser etwas anderen Reihe, die durch ihre schöne Atmosphäre einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt hat.

Sasha ist der Hauptprotagonist dieses Buches. Aufgrund seiner Hintergrundgeschichte beweist sein Charakter viel Authentizität, sowie Ecken und Kanten. 

Die Nebencharaktere sind interessant ausgearbeitete Protagonisten, wobei ich mir bei allen in dieser Geschichte auftauchenden Personen ein etwas dreidimensionaleres Bild erhofft hätte, da bestimmte Aspekte doch ziemlich im Dunkeln gehalten werden. Ich hoffe, dass wir in den Folgebänden mehr über diese Charaktere erfahren.

Mit einer angenehm und flüssig zu lesenden Sprache schafft Chris Moriarty eine einzigartige Atmosphäre in ihrem Buch, wodurch man als Leser immer weiterlesen möchte bis das Ende erreicht ist. Die Autorin hat mit viel Kreativität und Phantasie eine schöne Welt erschaffen, in der man gerne verweilt.


  




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