Freitag, 19. Oktober 2012

Grim 03- Die Flamme der Nacht von Gesa Schwartz



Klappentext:
Rätselhafte Nebel suchen die Oberwelt von Paris heim. Wo sie sich über die Stadt legen, fallen die Menschen in einen tiefen Schlaf, um kurz darauf spurlos zu verschwinden. Das Mädchen Mia und der Gargoyle Grim versuchen, dem seltsamen Phänomen auf die Spur zu kommen. Sie ahnen nicht, dass schon bald sehr viel mehr auf dem Spiel stehen wird als das Schicksal der verschwundenen Menschen.

Mit "Die Flamme der Nacht" findet die "Grim"- Trilogie ihr Ende.

Auch in diesem finalen Band beweist die Autorin viel Fantasie und Kreativität, die zu einer einmaligen Geschichte verschmolzen wurden.
Dennoch fanden sich meiner Meinung nach einige Kritikpunkte, die das Lesevergnügen ein wenig getrübt haben. Die sonst so schillernde und einzigartige Atmosphäre, die man aus Band 1 und Band 2 gewohnt ist, kommt etwas zu kurz. Ich habe diesmal nicht den gleichen Zugang zur Geschichte gefunden, wie es in den ersten beiden Teilen der Fall gewesen ist, denn mir wirkte die Handlung einfach zu überladen, um eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser wegträgt und ihn darin eintauchen lässt.
Man hätte "Die Flamme der Nacht" ein Stück weit kürzen können, um eine atemberaubende Spannung aufzubauen, denn das Potential ist wieder allemal vorhanden. Weniger wäre hierbei mehr gewesen. Oftmals werden Geschehenisse nur angerissen, andere detailliert erarbeitet, wodurch ein passende Melange verhindert wird.
Dennoch bietet auch der letzte "Grim"- Band phantastische Unterhaltung, die wie ein Abenteuer anmutet, auch wenn seine Kraft nicht ganz an die ersten beiden Bände heranreichen kann und der Funke diesmal nicht ganz übergesprungen ist und der Zauber mich nicht komplett erreicht hat.
Trotzallem würde ich gerne mehr lesen, da Gesa Schwartz normalerweise ein Garant für tolle Unterhaltung ist und die Geschichten um Grim und Mia zu den besten der deutschen Unterhaltungsliteratur zählen.

In der Masse der vielen Charaktere gehen die Hauptprotagonisten leider ein wenig unter. Sie wirken nicht so stark wie sie es in den ersten Bänden noch waren; sie erscheinen eher etwas blass. Es fehlte das gewisse Etwas, das auch auf den Mangel an Dialogen zurückzuführen ist, die in "Die Flamme der Nacht"  leider ein wenig zu kurz gekommen sind.

Lediglich Remis in seiner putzigen Art konnte mich dieses Mal überzeugen und mir das ein oder andere Schmunzeln abringen.

Auch in "Die Flamme der Nacht" beweist Gesa Schwartz einmal mehr ihren bildhaften und gewählten Schreib-, und Sprachstil. 

Da sich in diesem finalen Band aber viele detaillierte Schilderungen finden, wodurch die Spannung ein wenig zu kurz gekommen ist, entwickelte dieser diesmal nicht die sonst so bekannte Sogwirkung, die die Autorin für gewöhnlich zu schaffen weiß. Dadurch ertappte ich mich ein ums andere Mal, wie meine Gedanken in andere Richtungen abdrifteten, da mich "Die Flamme der Nacht" einfach nicht komplett fesseln konnte. Schade.

    


>>Hier<< ist die Rezension zu Band 2 zu finden



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