Dienstag, 2. Oktober 2012

Winterwelt von Nicole Stoye



Klappentext:
Wenn jene sich von einem fern halten, den sie lieben und spitze Ohren anderen Angst machen, wenn man daheim eine Fremde und die eigene Heimat einem nicht vertraut ist, wenn Schmetterlinge flüstern und Schneeengel zum Tanz auffordern, dann verschwimmen die Grenzen zwischen dieser und jener Welt und Du bist mittendrin... Als Arrow mitten in der Nacht von ihrem Vater geweckt wird und er sie auffordert, mit ihm zusammen in den verbotenen Wald zu gehen, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Sobald sich jedoch vor ihren Augen der Eingang zum Paradies öffnet, kommt sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn die Geschichten von der anderen Welt und ihren Bewohnern, über die es strengstens untersagt war, zu reden, sind alle wahr. Aufregend ist die neue Umgebung. Doch sehr bald schon muss Arrow lernen, dass es neben der Wärme auch Kälte gibt, und dass der Winter noch unbarmherziger sein kann, wenn man eines Morgens aufwacht und plötzlich nicht mehr weiß, wer man ist.

"Winterwelt" ist der Auftakt zur gleichnamigen Trilogie von Nicole Stoye und eine Geschichte bei der man am Anfang nicht weiß, worauf sie hinausläuft. Doch gerade das macht den besonderen Reiz dieses Romans aus, denn er ist so anders als die anderen Bücher über Feen und andere magische Wesen.

"Winterwelt" lenkt den Leser immer wieder in neue Bahnen, denn die Autorin lässt sich für ihre Geschichte immer etwas Neues einfallen, wodurch dieses Buch keinesfalls als stereotyp zu bezeichnen ist. Es besitzt viele unterschiedliche Facetten, die nach und nach zum Tragen kommen und eine einzigartige Geschichte erschaffen.
Der Atmosphäre wohnt stets etwas Magisches und Geheimnisvolles inne, das auf jeder Seite spürbar ist und dem Leser ein angenehmes Gefühl vermittelt.
Die vielen Handlungsstränge erscheinen auf den ersten Blick nicht gänzlich zusammenhängend, doch am Ende werden sie alle zusammengeführt und ergeben ein komplexes Gesamtkonstrukt, das alle Fragen klärt und einen zufriedenstellenden Schluss beschert.
"Winterwelt" mutet wie ein altes Märchen an, das den Charme eines solchen besitzt und daher ein magisches Leseerlebnis beschert und ungemein Lust auf den nächsten Band macht. Ich bin gespannt, was sich die Autorin dann für uns ausgedacht hat.
Teilweise hätte ich mir aber detailliertere Beschreibungen der Orte und Personen gewünscht, um noch ein lebendigeres Gefühl für diese magische Welt zu bekommen. 

Die unterschiedlichen Protagonisten weisen tolle Charakterzeichnungen auf. Sie alle besitzen ihre Ecken und Kanten, die gut herausgearbeitet worden sind und ein authentisches Gesamtbild schaffen. Allesamt passen sie einfach hervorragend in die Geschichte.


"Winterwelt" ist relativ flüssig geschrieben, auch wenn der Schreibstil nicht immer ganz rund ist. Dennoch liest sich "Winterwelt" ausgesprochen gut und vermittelt dem Leser eine gewisse Sogwirkung, die über kleinere Schwächen hinwegtäuschen kann.

  


Vielen Dank an Nicole Stoye für die Überlassung dieses Rezensionsexemplars.





1 Kommentar:

  1. Oh das klingt nach einem wunderschönen Buch .. danke fürs Vorstellen! Schöne Rezi auch wieder!

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