Samstag, 5. Januar 2013

Joline - GenTec Genesis 01 von Julia S.Heinrich



Klappentext:
Anfangs sind es noch die Neugier und ihre beste Freundin Sina, die Joline in einen seltsamen Klub am Rande der Stadt treiben. Doch schnell stellt die 15-Jährige fest, dass es sich um einen Stützpunkt von Militanten handelt. Eine Gruppe, die sich dem Kampf gegen das Gentechnik-Unternehmen verschrieben hat, in dem Jolines Vater als Forscher arbeitet. Nach anfänglichem Misstrauen erliegt Joline den Einflüsterungen des charismatischen Anführers Zerberus und schließt sich den Aufständischen an. Ihr Auftrag: Die künstlich von PhönixGenTec geschaffenen Tiere zu töten. Als sie im Wald der Firma auf eines der reproduzierten Wildpferde trifft, kommt alles anders als geplant – und Joline muss sich entscheiden, ob sie ihrem Verstand oder ihrem Herzen folgen will ...

"Joline" ist der erste Band der "GenTec Genesis"- Reihe und das Debüt der deutschen Autorin Julia S. Heinrich.


Die Grundidee zu dieser Geschichte finde ich ausgesprochend interessant und mit einer ordentlichen Portion Potential behaftet. Allerdings wurde hierbei das gesamte Potential nicht komplett ausgenutzt, sodass in den folgenden Bänden noch viel Spielraum nach oben herrscht.

Die ersten 100 Seiten dümpeln ein wenig dahin und beschäftigen sich hauptsächlich mit der Einführung in diese alternative Zukunftsversion, aber ab einem gewissen Punkt nimmt die Story ordentlich an Fahrt auf und bekommt eine angenehme Portion Spannung zugewiesen.


Zwar finden sich dort auch stellenweise ein paar Längen und an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, aber für ein Debüt ist "Joline" äußerst vielversprechend.


Man hätte auch ein Stück weit weniger technologische und naturwissenschaftliche Begriffe und Dialoge in die Handlung mitaufnehmen können, um sich mehr auf die eigentliche Handlung zu fixieren, da diese Stellen den Lesefluss ab und an ein wenig stören.

Wenn in den nächsten Teilen erst einmal die kleineren Schwächen ausgemerzt werden, werden diese zu echten spannungsgeladenen Öko-Thrillern mit GenTec Elementen, die zum Nachdenken anregen und dabei noch tolle Unterhaltung bieten.


Trotzallem hat mir "Joline" unterhaltsame Lesestunden beschert und ich hoffe, dass in den nächsten Bänden das Potential vollends genutzt wird. Lesen werde ich diese auf jeden Fall und freue mich schon auf die Fortsetzung.






1 Kommentar:

  1. Sehr schön geschrieben. Das hat wieder viel Spaß gemacht zu lesen, weil es wieder so persönlich klang. Trotzdem hast Du die interessante Wortwahl beibehalten *lob*

    Das Buch allerdings .. jetzt so nach Deiner Rezi .. reizt mich weniger als vorher. Ich mag solch technisches Getüddel in zu großem Maße leider überhaupt nicht. Danke für die ehrlichen Worte!

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