Freitag, 22. März 2013

Im Schatten des Mondkaisers von Bernd Perplies



Klappentext:
Um das Rätsel ihrer Herkunft zu lüften, macht sich das Mädchen Carya mit ihren Freunden Jonan und Pitlit auf den Weg nach Francia. Die Spur führt sie direkt an den Hof des legendären Mondkaisers. Doch dort ist nichts, wie es zu sein scheint. Und schon bald verstricken sich Carya und ihre Freunde immer tiefer in ein Netz aus Intrigen – was tödliche Folgen haben könnte …

Mit "Im Schatten des Mondkaisers" führt Bernd Perplies seine dystopische Trilogie um das Trio Carya, Jonan und Pitlit weiter.


Während Band eins größtenteils in einer Zukunftsversion Roms spielte, ist der Handlungsort dieses zweiten Teils hauptsächlich das alternative Paris der Zukunft. 

Die Schilderungen dieses Ortes sind ebenso bildgewaltig wie eindrucksvoll und muten wie ein Paris des 17. Jahrhunderts unter Ludwig XIV an. Durch den dystopischen Charakter erweckt dieses Setting den Anschein einer historischen Kulisse mit Spezialeffekten.

Man findet relativ schnell wieder in die Geschichte zurück, welche nahezu nahtlos weitergeführt wird und in atemberaubendem Tempo seinen Fortlauf findet. Spannung ist stets gegeben, denn "Im Schatten des Mondkaisers" ist prall gefüllt mit Ideen und Überraschungen, sodass es auf jeder Seite etwas Neues zu entdecken gilt.

Viele Details und ein überbordender Sinn für Zusammenhänge, sowie ausgeklügelte Handlungsabläufe machen diesen zweiten Teil so Besonders, welcher in keinster Weise das Klischee eines Mittelbandes erfüllt, sondern mit vielen Wendungen und neuen aufgeworfenen Fragen die Spannung nur umso mehr zu schüren weiß.

Die Handlung ist atmosphärisch dicht erzählt und inhaltlich mit viel Raffinesse ausgestaltet worden. Durch unterschiedlichste Atmosphären werden die jeweiligen Stimmungen perfekt auf den Leser übertragen und schaffen ein "Live-dabei"- Gefühl.


Durch die bildgewaltige und auch farbenprächtige Schreibweise, die ebenso gewählt wie einmalig zu lesen ist, entsteht tolles Kopfkino und Unterhaltung vom Allerfeinsten.


Das Ende stellt keinen direkten Cliffhanger dar, sondern lediglich einen Einschnitt an der richtigen Stelle, um einen kleinen Einblick in den finalen Band zu liefern und die Neugier ein wenig anzuheizen. Die vielen offenen Fragen warten nun auf ihre Auflösung und versprechen packende Unterhaltung in Band 3 "Das geraubte Paradies".


Fazit: Uneingeschränkt lesenswert! Bücher von Bernd Perplies bieten einfach das richtige Maß an Unterhaltung und gehobener Lektüre zum Mitdenken. Eine tolle Mischung, die jedes seiner Bücher zu einem einzigartigen Leseerlebnis werden lassen.


 



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