Dienstag, 23. April 2013

Für ein Ende der Ewigkeit: Lilith-Saga: 1 von Roxann Hill



Klappentext:
Als sich die unter Amnesie leidende Lilith nahezu gleichzeitig in Asmodeo und Johannes verliebt, ahnt sie nicht, dass sie damit eine nicht aufzuhaltende Welle von Ereignissen in Gang setzt, die sie in akute Lebensgefahr bringen. Denn nicht nur die beiden rivalisierenden Männer hüten ein dunkles Geheimnis, sondern es gibt auch einen Grund, warum sich Lilith nicht an ihr früheres Leben erinnern kann. 
Zu spät erkennt Lilith, dass eine unvorstellbar böse Macht nur darauf gelauert hat, ihre Spur wieder aufzunehmen.

"Für ein Ende der Ewigkeit" ist der erste Band der "Lilith"- Saga von Roxann Hill und gleichzeitig ihr Debüt als Autorin.


Mit einer tollen und einfallsreichen Grundidee wird in diesem ersten Teil eine etwas andere Geschichte geschaffen, die eine ziemliche Sogwirkung auf den Leser auszuüben weiß und trotz ein paar kleinerer Schwächen äußerst unterhaltsam zu lesen ist.


Spannung ist stets vorhanden, auch wenn diese nur zum Teil durch klassische Spannungselemente herrührt, da zusätzlich  die geheimnisvolle und mysteriöse Atmosphäre, die nicht immer greifbar zu sein scheint, für eine passende Stimmung beim Leser sorgt und den Leser stets in seinem Wunsch weiterzulesen bestärkt.


Das Hauptaugenmerk dieser Geschichte liegt vorrangig auf der Dreiecksbeziehung zwischen Lilith, Asmodeo und Johannes, sowie der Ergründung von Lilith Vergangenheit. Wobei in "Für ein Ende der Ewigkeit" noch für die eine oder andere Überraschung gesorgt wird und eine zusätzliche Komponente hinzugefügt wird, die die eine oder andere Frage aufwirft.


Durch diese Dreiecksbeziehung entsteht auch ein großer Teil an Romantik, die stellenweise nur haarscharf an der Grenze zum Kitsch vorbeischrammt, aber größtenteils sehr schön zu lesen ist. Störend wirkte allerdings, dass Lilith sich zwischen beiden Männern einfach nicht entscheiden kann, auch ihr fehlender Wille dazu und die Hinhaltetaktik ihnen gegenüber wirkte manchmal unauthentisch. Aber wer weiß? Vielleicht hat dies noch einen tieferen Sinn, der sich erst in den nächsten beiden Bänden ergründen wird.


Die Charaktere sind dabei klar definiert und skizziert, nach und nach ergründet man ihre Geheimnisse und stellt fest, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß, sondern auch etliche Graustufen gibt, die die Protagonisten authentischer werden lässt. Vor allem Johannes und Asmodeo haben mir dabei gut gefallen, da sie weder stereotyp noch blass erscheinen, sondern dreidimensional und voller Facetten. 


Erzählt wird die Handlung aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen, wobei Lilith den größten Part einnimmt, den anderen Teil hat Asmodeo zugesprochen bekommen. 


Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn dieser an der einen oder anderen Stellen ein wenig holprig wirkte. Man wird durch ihn gefesselt und in einer tollen Atmosphäre gefangen gehalten, wodurch man stets wissen möchte, wie es weitergeht, sodass man "Für ein Ende der Ewigkeit" trotz der 588 Seiten relativ schnell durchlesen kann.


Ein Ende findet" Für ein Ende der Ewigkeit" durch einen fulminanten Showdown, der noch einmal einige Fragen aufwirft, die sich hoffentlich bald klären werden. 

Die wichtigste Frage, die sich mir stellt, wäre: Hat es einen tieferen Sinn, dass die Hauptprotagonistin "Lilith" nach der ersten Frau Adams benannt wurde?

Ich für meinen Teil möchte definitiv wissen, wie es weitergeht und freue mich daher schon auf die beiden Folgebände, die hoffentlich die kleineren Schwächen auszumerzen wissen und mir ein perfektes Lesevergnügen bescheren werden.









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