Dienstag, 21. Mai 2013

Wenn die Nacht in Scherben fällt von Anika Beer



Klappentext:
Schon immer waren Träume für Nele etwas ganz Besonderes, denn sie besitzt die Fähigkeit, sie zu steuern, wie es ihr gefällt. Doch als sie mit ihren Eltern von München nach Erlfeld zieht, taucht auf einmal jemand in ihrem Traum auf, den sie selbst nicht erschaffen hat: Seth, ein junger Mann, den sie unheimlich und zugleich anziehend findet. Aber was macht er in ihrem Traum? Als Nele sich in der neuen Schule mit Jari anfreundet, hofft sie, in ihm jemanden gefunden zu haben, dem sie sich anvertrauen kann. Doch dann verschwindet Jari wie vom Erdboden verschluckt. Nele macht sich auf die Suche nach ihm, und findet heraus, dass nicht nur er in Gefahr ist – sondern die gesamte Traumwelt zu zerbrechen droht …

"Wenn die Nacht in Scherben fällt" ist der zweite Roman von Anika Beer und entführt uns in das Reich der Träume. Wie bereits in ihren Debüt, sprüht auch "Wenn die Nacht in Scherben fällt" vor phantastischen und frischen neuen Ideen.


Dieser Roman ist unglaublich stark konstruiert und atmosphärisch dicht erzählt. Aufbauend auf einer interessanten und etwas anderen neuen Idee, erlebt man ein traumhaftes Abenteuer, das sich in einer spannenden Geschichte verliert und somit dem Leser ein tolles Lesevergnügen beschert.


Die Atmosphäre ist stets etwas getragen, dabei aber immer etwas magisch. Neben der mysteriösen und geheimnisvollen Stimmung, die trotz aller phantastischen Elemente nie ihre Authentizität verliert, findet man stets dieses Besondere, das sich bereits in Anika Beer's Erstling fand und taucht ein ums andere Mal wieder ein in ihre phantastischen Welten, die sich fernab des typischen Mainstreams bewegen.


Die Szenen sind eingängig geschildert, sie besitzen viel Gefühl und Nachhaltigkeit, sowie eine gewisse Lebendigkeit. Die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Erzählweisen der Wächter, Jari und Nele sind hierbei fließend und bestärken den roten Faden.


Anhand der bildhaften Sprache tritt diese sowohl eigentümliche als auch ungemein faszinierende Welt dem Leser lebendig vor Augen und strotzt dabei nur so vor Kraft. Passend zum Thema dieses Romans ist der Schreibstil leicht verträumt und stellenweise auch poetisch."Wenn die Nacht in Scherben fällt" liest sich so flüssig, das man diese Geschichte trotz der 400 Seiten schnell lesen kann. Dies mag unter anderem auch an dem besonderen Reiz liegen, der dieses Buch zu etwas Besonderem macht und den Leser zu fesseln weiß.


    



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