Dienstag, 30. Juli 2013

Grischa 02: Eisige Wellen von Leigh Bardugo



Klappentext:
Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu vergrößern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.

"Eisige Wellen" ist der zweite Band der "Grischa"- Trilogie von Leigh Bardugo.


Trotz dass seit des Erscheinens des ersten Band einige Zeit vergangen ist, findet man sich ab der ersten Seite wieder sehr gut in der geheimnisvollen Welt der Grischa zurecht. Begünstigt wird dies durch das Glossar am Ende des Buches, das jedoch nicht zwingend notwendig ist, da Leigh Bardugo immer wieder kleine Erinnerungsaufrischungen in ihren Roman eingewebt hat, die herrlich unaufdringlich und keineswegs langatmig zu lesen sind.


Wie es bereits im ersten Band der Fall war, so bin ich noch immer äußerst angetan von der Idee hinter den "Grischa"- Romanen, da sie so gänzlich anders ist, als all jenes, was man sonst auf dem Buchmarkt so finden kann. Diese Idee ist nicht nur frisch, sondern auch innovativ und dabei prächtig umgesetzt. Leigh Bardugo hat auch mit "Eisige Wellen" ihr Potential wieder einmal voll ausgeschöpft und bietet den Lesern allerfeinste Unterhaltung.


Die "Grischa"-Trilogie mutet wie ein russisches Märchen mit Magie an und so ist auch der Charme den es versprüht. Sowohl "Goldene Flammen", als auch "Eisige Wellen" besitzen eine geheimnisvolle und einzigartige Aura, die diesen Romanen zu etwas ganz Besonderem verhilft. Beim Lesen entsteht stets dieses besondere Gefühl, dass eine gewisse Melancholie und Poesie hervorruft und den Märchencharakter noch zusätzlich unterstützt.


Auch die Atmosphäre besitzt etwas Einzigartiges. Sie ist typisch russisch in ihrer rauen und kühlen Art, dabei sehr geheimnisvoll und magisch aufgeladen. Sie passt perfekt zu dieser unkonventionellen Handlung und unterstützt diese in ihrem Verlauf.


Spannungselemente finden sich in "Eisige Wellen" in einer angenehmen Vielzahl. Innerhalb dieser 430 Seiten erlebt man so einiges und ergründet nach und nach die Geheimnisse dieses Buches. Dieser zweite Band ist wie ein episches Abenteuer durch ein etwas anderes Russland; voller Gefahren, voller Magie und voller Dramatik. Die "Grischa"- Trilogie ist zeitlos, sie hätte ebenso gut von Tolstoi oder Dostojewski ersonnen worden sein, wie von der tatsächlichen Autorin Leigh Bardugo. Sie hat mit dieser Trilogie ein wahres Meisterstück vorgelegt, das voller Kurzweil den Leser von Anfang bis Ende zu unterhalten weiß.


Nach dem spannungsgeladenen und fesselnden Finale dieses Romans, wartet man nun auf den finalen Teil dieser Trilogie, die hoffentlich die Handlungsstränge, die schon einmal vielversprechend anklangen, zu einem zufriedenstellenden und packenden Finale geleiten wird. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf das, was die Autorin noch für uns Leser bereithält und fiebere nun dem letzten Band dieser eingängigen und einzigartigen Trilogie entgegen.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen