Dienstag, 16. Juli 2013

Unsterblich - Tor der Dämmerung von Julie Kagawa



Klappentext:
Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hoff t, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

"Tor der Dämmerung" ist der erste Band der neuen Fantasybuchreihe von Julia Kagawa, die mit ihrer Mischung aus Vampirroman und Dystopie so gänzlich anders als ihre "Plötzlich Fee"- Reihe ist.


Ab der ersten Seite wird dem Leser dieser Fakt sofort klar, denn während die "Plötzlich Fee"- Reihe doch recht warm und hell von der Atmosphäre war, ist "Unsterblich" das genau Gegenteil; dieser Roman ist düster, kühl und ziemlich brutal.


Dennoch konnte mich dieser Roman von Anfang bis Ende begeistern, da er gänzlich anders als all jenes ist, was man sonst auf dem Buchmarkt so antrifft. Julie Kagawa ist das Vampirthema, sowie das dystopische Element einmal vollkommen anders angegangen und weiß daher mit ihrer Geschichte zu überzeugen. Die vielen neuen, frischen und innovativen Ideen verknüpft sie zu einer Story, die sich echt gewaschen hat, denn diese ist spannend, dramatisch und unglaublich mitreißend.


Geprägt wird dieser Roman von einer unvorhersehbaren Handlung, die immer wieder neue Wendungen annimmt und den Leser von einer packenden Situation in die nächste wirft. Die vier Teile in die "Tor der Dämmerung" gegliedert ist, wirken dabei schon fast wie eigenständige Romane, denn die Spannungskurve befindet sich stets in schwindelerregender Höhe und fesselt den Leser wie keine Zweite.


Julie Kagawa hat ihre Handlung und ihre erdachte Welt um die etwas anderen Vampire äußerst ausgeklügelt durchdacht. Der Roman ist so komplex, das er authentisch und sehr realistisch wirkt, außerdem besitzt er eine tolle Tiefe, im emotionalen Sinn, sowie auch in der Handlung. Es passiert so viel, dass dieser Roman trotz seiner knapp 600 Seiten zügig durchzulesen ist, denn er besitzt so viel Kurzweil und Spannung, dass man als Leser nur noch weiterlesen möchte, um zu erfahren, wie es weitergeht.


Da "Tor der Dämmerung" doch recht blutig ist, mag dieser Roman vielleicht nicht jedem Leser gefallen, aber wer sich darauf einlässt, den erwartet ein grandioser Roman, der das bereits Bekannte aus Vampir-, sowie Dystopieromanen, komplett über den Haufen wirft und noch einmal vollkommen neu aufrollt.


Auch die Charaktere sind allesamt mit sehr viel Tiefe und Komplexität ausgestattet. Auch diejenigen, die nur eine kleinere Rolle zugesprochen bekommen haben sind dreidimensional und facettenreich gestaltet und geben so dieser Auftakt zusätzlich einen klasse Feinschliff.


Der ausdrucksstarke und fesselnde Schreibstil der Autorin erweckt diesen Roman zum Leben und lässt den Leser in ihm das Abenteuer seines Lebens bestehen. Von Anfang bis Ende klebt man förmlich zwischen den Seiten und möchte dieses Buch nicht frühzeitig aus der Hand legen.


Das Ende macht extrem neugierig auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn ich habe (im übertragenen Sinne) Blut geleckt und möchte noch viel mehr aus dieser spannenden und gefährlichen Welt lesen.


 

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    Ich hab das Cover jetzt schon so oft gesehen, aber es sprach mich bisher nie so wirklich an.
    Vampierromane schrecken mich aktuell auf Grund des riesigen Vampier-Hypes sowieso irgendwie ab.
    Interessant klingt es trotzdem irgendwie.

    Vielen Dank für die Rezension.
    Liebe Grüße.

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