Montag, 18. November 2013

Spiel der Schatten von Michael Peinkofer



Inhalt:
Im viktorianischen London lockt das geheimnisvolle Theater "Caligorium" immer mehr Menschen an.
Als Cyns Vater aufgrund dessen sein Puppentheater schließen muss, besucht er eine dieser Vorstellungen und ist fortan nicht mehr der selbe. Cyn beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was es mit dem "Caligorium" und seinem Besitzer Professor Caligore auf sich hat.
Schon nach kurzer Zeit gerät sie in ein gefährliches Abenteuer, das ihr Leben für immer verändern wird.

"Spiel der Schatten" ist ein Roman aus der Feder von Michael Peinkofer.

Ich liebe Romane, die im viktorianischen London spielen, deshalb, und aufgrund des toll klingenden Klappentextes, war dieses Buch für mich ein Lesemuss.
Allerdings muss ich sagen, dass das Potential, das zuhauf in dieser Geschichte steckt, nicht vollends genutzt wurde. Man hätte noch viel, viel mehr daraus machen können.
Die Idee hinter diesem Roman bietet so viel Potential, dass daraus ein Geniestreich hätte werden können, so ist es leider nur ein nettes Buch für Zwischendurch geworden. Schade!

Die Handlung ist spannend, dass steht außer Frage. Michael Peinkofer hat aufgrund des straffen Tempos eine ordentliche Portion Spannung erzeugen können, die die Neugier des Lesers anstachelt und ihm kurzweilige Lesestunden beschert.

Doch dadurch blieb ein Stück weit die nötige Tiefe auf der Strecke, die es braucht, um eine grandiose Atmosphäre zu schaffen. Ich wurde von dieser einfach nicht komplett gepackt und begeistert. Mir erschien alles ein wenig blass und nicht dreidimensional genug.
Der Autor hätte ein wenig mehr den Charme Londons und der damaligen Ära einfangen können, um das Setting lebendiger zu gestalten. Auch fehlten mir die einen oder anderen Beschreibungen der jeweiligen Handlungsorte, damit sie mir vor Augen hätten treten und mir ein bisschen mehr Kopfkino hätten schenken können.

Die Dramatik, die dieser Geschichte innewohnt konnte sich nicht so recht auf mich übertragen. Es fehlte an Leidenschaft und tiefgreifenden Emotionen, die den Leser zum Mitfiebern ermuntern und ihn an den Nägeln kauen lassen. Es hätte alles noch ein wenig Düsterer sein können, um die Atmosphäre besser zu gestalten.

Dennoch konnte mich dieser Roman ganz gut unterhalten, auch wenn ich nicht komplett in die Handlung eintauchen konnte, so habe ich dennoch ein spannendes Abenteuer erlebt, das ein zufriedenstellendes Ende besitzt und das ich guten Gewissens zuklappen kann.

Fazit: Leider wurde das Potential dieses vielversprechenden Romans nicht vollends genutzt. Es hätte ein Meisterwerk werden können, ist nun aber leider nur nette Unterhaltung für Zwischendurch, die man leider viel zu schnell wieder vergisst.





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