Dienstag, 12. November 2013

Zwischen uns die Zeit von Tamara Ireland Stone



Klappentext:
Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird …

"Zwischen uns die Zeit" ist der erste Band der gleichnamigen Reihe von Tamara Ireland Stone.


Die Autorin entführt den Leser in eine nahe Vergangenheit, die dem einen oder anderen Leser noch in guter Erinnerung sein dürfte.

Das Jahr 1995 wurde mit all seinen Facetten gut eingefangen und bietet so dem Leser einen authentischen Zeitreiseroman, der nicht die typischen Klischees bedient, sondern auch eigene Wege geht. 

Da dieser Roman dem Jugendbuch-Genre zuzuordnen ist, liegt dementsprechend der Fokus auf dem Thema der ersten großen Liebe und ist daher nur bedingt auf Spannung ausgelegt.

An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir einfach ein wenig mehr Spannungsmomente gewünscht, um die Dramatik der Handlung besser einzufangen und herauszukristallisieren. So fehlten mir stellenweise die nötigen Emotionen, damit ich vollends mitfiebern hätte können.
Es wirkte mir ab und an ein wenig zu oberflächlich und nicht tiefgehend genug.

In "Zwischen uns die Zeit" kommen die typischen Teenie-Probleme zum Tragen, weshalb sich Leser dieses Alters gut mit den Protagonisten identifizieren dürften. Ältere Leser mögen vielleicht die eine oder andere Entscheidung als naiv oder unbedacht definieren, doch trägt dieses "Problem" eher zu einer Vergrößerung, denn einer Minderung der Authentizität bei. 


Tamara Ireland Stone hat das Zeitreisethema relativ gut umgesetzt. In diesem Genre besteht stets die Gefahr, dass etwas schnell unrealistisch und nicht nachvollziehbar erscheint, doch hat die Autorin dieses Problem gut gelöst und eine passende Lösung gefunden. 


Da sich sämtliche Begebenheiten langsam aber stetig entwickelt, mag das erste Drittel der Handlung ein wenig zäh wirken. Hat man sich aber erst einmal in die Geschichte eingefühlt, wird schnell ersichtlich, dass dieses Tempo durchaus gewollt ist, um dem Leser die Charaktere näher zu bringen und die Liebesgeschichte nicht zu überstürzen.


Auch wenn sich in diesem Roman die eine oder andere kleine Schwäche findet, so hat dies in keinster Weise den Unterhaltungsfaktor geschmälert. Ich habe sehr gerne diesen Roman geschmökert und die Lesestunden genossen, sodass ich gespannt bin, was die Autorin für uns in Band 2 bereithalten wird. 

Ein Pluspunkt ist definitiv der fehlende Cliffhanger, weshalb dieser Roman so ziemlich in sich abgeschlossen ist und auch durchaus alleine stehen könnte.

Fazit: "Zwischen uns die Zeit" ist ein schönes Jugendbuch mit phantastischen Elementen. Ohne viel Schnickschnack, sondern mit Gefühl und einer elementaren Aussage: Lebe dein Leben und gehe eigene Wege!


  

                                                               


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