Donnerstag, 19. Dezember 2013

Seelenkuss von Lynn Raven



Klappentext:
Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester nicht wieder. Die mitfühlende Königin Seloran scheint plötzlich eiskalt geworden zu sein, und den rätselhaften Gefangenen, den sie in ihrem tiefsten Kerker versteckt, behandelt sie ungewöhnlich grausam. Angeblich sei er ein Spion der Nordreiche. Doch dann entdeckt Darejan eine schreckliche Wahrheit: Der finstere Magier Ahoren hat Besitz von Königin Selorans Körper ergriffen und baut eine Armee von Schattenkriegern auf, um das Königreich zu unterwerfen. Und plötzlich ist Darejan selbst auf der Flucht, zusammen mit dem angeblichen Spion. Er gehört dem Geheimorden der DúnAnór an, die als Einzige in der Lage sind, Ahoren zu bannen. Doch der Gefangene hat sein Gedächtnis verloren. Und zudem scheint er Darejan zu hassen. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Suche voller tödlicher Gefahren ...

Mit "Seelenkuss" legt Lynn Raven ihr neuestes Werk aus dem Genre der High Fantasy vor.


Der Einstieg in diesen Roman gestaltet sich stellenweise etwas schwer; viele Namen und Bezeichnung lassen die Handlung zu Beginn leicht verworren erscheinen. Erst nach und nach findet man sich gut in die Geschichte hinein und vermag ihrem Verlauf weitestgehend gut folgen.


Dabei finden sich nicht unbedingt die klassischen Spannungselemente wieder, die das Herz des Lesers zum Stolpern bringen, sondern eher kleinere und gemäßigtere Höhepunkte, die den Verlauf lebendig halten. 


Lynn Raven hat viele neue Ideen in ihre Romanhandlung eingebaut, die nicht die typischen Wesen und Szenarien des High Fantasy Genres bedienen. Dadurch finden sich auch allerlei neue Namen, die den Leser stellenweise überlegen lassen, mit wem man es nun letztendlich zu tun hat. Ein Glossar wäre hier wünschenswert gewesen. 


Während in den bereits erschienenen werken der Autorin der Romantikfaktor extrem hoch lag, so gerät er in "Seelenkuss" etwas in den Hintergrund. Lediglich zum Schluss findet sich davon ein wenig, aber auch nicht in der Menge, die man sonst von der Autorin gewohnt ist. In diesem Bereich fehlte mir der typische Lynn Raven Charme, der das Leserherz höher schlagen lässt.


Durch die vielen Details gerät die eigentliche Handlung stellenweise in Verzug, man hätte sie stärker straffen können, um die Haupthandlung besser zu forcieren. 


Ansonsten besticht der Roman durch den typischen Lynn Raven Schreibstil, der sehr gewählt und flüssig zu lesen ist. Dadurch werden Bilder in den Kopf des Lesers gepflanzt, die das Genre prima unterstützen.


Fazit: Ein schön zu lesender High Fantasy Roman aus der Feder von Lynn Raven, der nicht ganz an ihre anderen Werke heranreicht, aber dennoch schöne Lesestunden beschert.


 



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