Montag, 3. Februar 2014

Drache und Phönix: Goldene Federn: Erster Roman von Angelika Monkberg


Klappentext:
Venedig im 18. Jahrhundert. Jan Stolnik führt ein rastloses Leben. Niemand ahnt, welches Geheimnis er hütet: Jan ist ein Drache, gefangen im Körper eines Menschen – dazu verdammt, ewig zu leben, ohne jemals seine Flügel entfalten zu können. Der Besuch der Lagunenstadt soll ihn für einige Zeit von seinem Schicksal ablenken. In den engen Gassen und prachtvollen Palazzi hört er immer wieder einen Namen: La Fiametta. Schon nach ihrer ersten Begegnung weiß Jan, dass die Sängerin mit der verführerischen Stimme und dem kapriziösen Wesen keine gewöhnliche Sterbliche ist. Er verliebt sich unsterblich in das schillernde Geschöpf – und erkennt rasch, dass Gefühle zum Fluch werden können …

"Goldene Federn" ist der erste Band der "Drache und Phönix"-Reihe von Angelika Monkberg.

Der Klappentext dieses Romans verspricht viel und mutet wie ein phantastisches Abenteuer an, doch gehalten wird leider wenig davon.
Es dauert eine gewisse Zeit bis man in den Roman hineinfindet und sich die Hintergründe dazu erschließen. Der Mangel an Details bzgl. der phantastischen Elemente und warum vieles so ist, wie es ist, lässt "Goldene Federn" sehr blass und oberflächlich erscheinen.

Auch die eigentliche Handlung schreitet sehr langsam voran. Aufgrund der geringeren Seitenzahl war meine persönliche Annahme, dass dadurch ein höheres Tempo gegeben ist, welches einen angenehmen Lesefluss beschert. Doch weit gefehlt, denn die Handlung beschränkt sich zu weiten Teilen hauptsächlich auf die sexuelle Ebene und bleibt so ein Stück weit auf der Strecke.
Weiterhin fehlte mir recht oft der rote Faden, sodass das eine oder andere Element auf mich etwas unausgegoren und verworren wirkte.

Zum größten Teil ist der Schreibstil der damaligen Zeit angepasst. Oftmals so stark, dass es den Lesefluss doch ein wenig behindert und man über den einen oder anderen Ausdruck nachdenken muss oder eine bestimmte Passage noch einmal lesen muss, um Verständnis zu erlangen. Der Rest ist dabei oftmals sehr frivol gestaltet, sodass man sehr oft auf das Wort "Schwanz" trifft und wie der Hauptprotagonist seine sexuelle Lust stillen will.

Aufgrund der vielen fehlenden Details fehlt dem Leser der Zugang zu dieser Geschichte und auch die Protagonisten bleiben eher blass und unsympathisch. Es fällt extrem schwer sich in "Goldene Federn" hineinzufühlen, sodass die knapp 200 Seiten doch eher zäh und langatmig erscheinen.

Die Autorin hätte aus dieser doch recht tollen Idee viel, viel mehr machen können, denn in dieser steckt eine ungeheure Menge an Potential, das genutzt einen spannenden und packenden Roman hätte ergeben können. So bleibt "Goldene Federn" doch eher unterdurchschnittlich und bleibt deshalb nicht in der Erinnerung des Lesers verankert.

Fazit: Tolle Idee, die unzureichend umgesetzt wurde und aufgrund der etlichen Schwächen so gut wie keine Lesefreude beschert. Schade!

 


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen