Dienstag, 11. Februar 2014

Requiem von Lauren Oliver



Klappentext:
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.

"Requiem" ist der dritte und somit finale Band der "Amor"-Trilogie von Lauren Oliver.

Nachdem der zweite Teil mit einem doch recht fiesen Cliffhanger endete, führt Lauren Oliver nun endlich mit "Requiem" ihre "Amor"-Trilogie weiter und zu einem Ende.

Neben den bekannten Handlungssträngen, fügt die Autorin noch ein paar neue hinzu, die die Geschichte noch zusätzlich ergänzen. Denn diesmal erzählt sie diesen Roman aus zwei unterschiedlichen, abwechselnden Perspektiven, zum Einen aus der Sicht von Lena und ihrem Leben in der Wildnis und zum Anderen erhält Hana ihren Part, die ihr Leben in Portland weiterführt.
Diese beiden unterschiedlichen Perspektiven verdeutlichen die Unterschiede in dieser dystopischen Welt sehr eindrücklich, zeigen aber auch die Gemeinsamkeiten.
Nach und nach lässt Lauren Oliver die Handlungsstränge ineinander überlaufen und verwebt diese zum Schluss immer stärker.

Mag dieser Roman auch stellenweise nicht ganz so durchgehend spannend sein wie seine Vorgänger, so liest er sich aber dennoch sehr interessant und äußerst durchdacht, sodass man auch in den eher unspektakuläreren Szenen Lesefreude entwickelt und weiterhin sehr gerne mitfiebert.
Die spannenden Sequenzen lesen sich dadurch umso dramatischer und schaffen eine überzeugende "Finalatmosphäre".

Lauren Oliver schafft es wieder einmal mit ihrem sehr angenehm zu lesenden Schreibstil eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die den Leser Seite um Seite umblättern lässt. Zu keiner Zeit entstehen langweilige oder langwierige Sequenzen, die den Lesefluss stören würden. 

Das Ende bietet noch einmal alles auf, was möglich ist. Voller Action und Dramatik bringt die Autorin diese Trilogie zu einem Ende, das dem Einen oder Anderen vielleicht zu offen gehalten erscheinen mag, aber in sich dennoch einen gelungenen Abschluss darstellt. Wünschenswert wäre vielleicht noch ein Kapitel gewesen, das ein paar Monate bzw. Jahre nach den Ereignissen spielt, um zu erfahren, wie letztendlich alles gekommen ist. So wird dem Leser aber viel Spielraum für seine eigene Fantasie gelassen.

Am Ende des Buches findet sich noch ein Bonuskapitel, das aus der Sicht von Alex erzählt wird. Dieses liest sich überaus interessant, da wir so erfahren, was er erlebt hat und warum er so geworden ist, wie er nunmehr ist.

Fazit: Ein toll zu lesender Abschluss der "Amor"-Trilogie, dessen Ende vielleicht nicht jeden überzeugen mag, aber dennoch als einigermaßen zufriedenstellend bezeichnet werden kann.



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