Mittwoch, 12. März 2014

Teufelsgrinsen: Ein Fall für Anna Kronberg von Annelie Wendeberg



Klappentext:
London, Ende des 19. Jahrhunderts, eine Stadt, die regelmäßig von Seuchen heimgesucht wird; Zehntausende leben in bitterster Armut. Im Londoner Wasserwerk wird ein Cholera-Opfer entdeckt. Dr. Anton Kronberg, Englands führender Bakteriologe, wird hinzugezogen und findet heraus, dass der Mann absichtlich mit tödlichen Bakterien infiziert wurde. Während Scotland Yard den Fall nur halbherzig verfolgt, begegnet Kronberg dem beratenden Detektiv Sherlock Holmes. Er entdeckt Kronbergs wahre Identität sofort: eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um als Ärztin praktizieren zu können. Im Gegenzug beginnt Anna – sehr zu dessen Verdruss – Holmes‘ kompliziertes Innenleben zu analysieren. Die beiden ungleichen, doch intellektuell ebenbürtigen Partner müssen sich zusammenraufen, um eine Verschwörung aufzudecken, die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt...

"Teufelsgrinsen" ist der erste Band der viktorianischen Krimi-Reihe um "Anna Kronberg".

Seit jeher sind die Menschen fasziniert von den Abenteuern Sherlock Holmes'. So auch ich. Stets bin ich auf der Suche nach Romanen, die den von Arthur Conan Doyle ersonnenen Meisterdetektiv beinhalten.
So war für mich dieser Roman ein wahres Muss, nicht nur, dass Sherlock Holmes mit von der Partie ist, sondern auch der Punkt, dass das Setting das viktorianische London darstellt und kein anderer Ort oder andere Zeit auf dieser Welt.

Der Klappentext verspricht keineswegs zuviel. Sofort ist man mittendrin in einem Roman, der sowohl Spannung als auch Raffinesse zu erzeugen weiß und den Leser auf jeder Seite in ein packendes Abenteuer stürzt. Nicht nur Sherlock Holmes beweist hierbei seine Cleverness, auch die Hauptprotagonistin brilliert durch einen unglaublichen Scharfsinn, mit dem sie bei anderen Frauen ihrer Zeit weit voraus ist.

Anna Kronberg ist dabei ein sympathisch skizzierter Charakter. Sie stellt eine starke junge Frau dar, die sich zu behaupten weiß und trotz aller Komplikationen für ihre Träume  kämpft und für diese einsteht. Dabei steht sie Sherlock Holmes in nichts nach, sodass beide ein hervorragendes Ermittlerduo abgeben, das dem Leser viel Freude und Lesespaß bereitet.

Trotz der doch geringen Seitenanzahl ist der Roman sehr dicht erzählt und geht auch in die Tiefe, um die nötigen Details zu liefern, die oftmals sehr wissenschaftlich, dementsprechend aber auch sehr authentisch anmuten. Man ist sofort gepackt von dieser ausgeklügelten Geschichte, die so spannend zu Papier gebracht wurde, dass man sich ihr nur schwer entziehen kann.

Auch der Schreibstil der Autorin liest sich hervorragend. Sie schreibt stets flüssig und anschaulich und lässt dabei das viktorianische London vor dem geistigen Auge des Lesers auftauchen und beschert  ihm ein hautnahes Setting mit allen Eindrücken.

Mich hat dieser Roman definitiv begeistert und vollends überzeugt. Ich bin sehr gespannt auf das nächste Abenteuer von Anna Kronberg und Sherlock Holmes, vorallem da die letzte Passage von "Teufelsgrinsen" einiges verspricht.

Fazit: Ein spannender Roman mit herrlichem viktorianischem Setting. Sherlock Holmes und Anna Kronberg sind sympathische und brillante Charaktere, die man gerne begleitet und man sich dementsprechend auf das nächste Abenteuer der beiden freut.






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