Sonntag, 8. Juni 2014

Die Bestimmung - Letzte Entscheidung von Veronica Roth



Klappentext:
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ...

"Letzte Entscheidung" ist der dritte und somit finale Band der "Die Bestimmung"- Trilogie von Veronica Roth.

Die Autorin führt mit ihrem Abschlussband die Begebenheiten fort und zu einem Ende, die uns nach Band zwei so in Atem hielten und alles veränderten. 
Die Erklärungen für all jene Ereignisse der vorigen Bände werden dabei plausibel gelöst und bieten ein interessantes Finale, mit dem man so nicht gerechnet hätte.

Dabei ist so gut wie immer Spannung vorhanden, auch wenn es die eine oder andere Passage gibt, die man hätte intensivieren können, um die Dramatik stärker herauszukristallisieren. Dennoch findet sich immer noch genügend Dramatik, um "Letzte Entscheidung" zu einem nervenaufreibenden Abenteuer werden zu lassen. Man ist stets gut unterhalten und ergründet gemeinsam mit Tris und Four die Geheimnisse der Welt außerhalb Chicagos.

Die Geschichte erzählt sich dabei aus der Sicht von Tris und Four, wodurch man einen sehr guten Einblick in ihre Beweggründe und Gefühle erhält. Dadurch entsteht ein hohes Maß an Komplexität und jeder Menge Details, weshalb dieser Roman noch dichter und mit einer ordentlichen Portion an Tiefe ausgestattet ist.

Atmosphärisch passt dieses spektakuläre Finale genau in das Dystopie-Genre; Dramatik, der Kampf um Veränderung und Unterdrückung kommen sehr gut zum Tragen und bieten dem Leser einen würdigen Abschluss dieser Trilogie. 

Dabei ist der Schreibstil wieder einmal sehr emotional und bildhaft gehalten, man kann sich sehr gut überall einfühlen und sich die Gegebenheiten prima vor dem geistigen Auge auferstehen lassen. Seite um Seite vergehen so und man ist leider viel zu schnell am Ende angelangt.

Das Ende, über das sich so viele Leser mokierten, ist für mich mehr als passend und dürfte für den gesamten vorhergegangenen Handlungsverlauf eigentlich gar nicht anders sein. Weiterhin beweist Veronica Roth damit den Mut, nicht den typischen Pfaden zu folgen, sondern eigene Wege zu gehen und den Leser zu überraschen. Für mich ist mit diesem Schluss die Trilogie in sich stimmig abgeschlossen.

Fazit: Ein packendes Finale, das neue Wege geht. Veronica Roth hat mit "Letzte Entscheidung" ihre Trilogie stimmig zu einem Ende gebracht und noch einmal gezeigt, was schreibtechnisch in ihr steckt.

 

                                                             





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