Freitag, 19. Dezember 2014

Dark Wonderland - Herzkönigin von Anita Howard



Klappentext:
Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?

"Herzkönigin" ist der erste Band der "Dark Wonderland"-Trilogie von Anita Howard.

Mit einer Hommage an Lewis Carroll hat die Autorin die "Alice im Wunderland" Geschichte aufgenommen und neu interpretiert. Bekanntes wird mit Neuem vermischt und erhält eine Düsternis, wie man sie aus dem Tim Burton Film kennt.

Dieser Auftakt ist nichts für Leser unter 14 Jahren, denn "Herzkönigin" ist nicht nur eine sehr düstere Geschichte, sondern auch an der einen oder anderen Stelle recht morbide. Die Geschöpfe aus "Alice im Wunderland", sowie Wunderland selber, sind nur in groben Zügen mit dem Roman des britischen Autors vergleichbar und daher umso bedrohlicher.
Man taucht ein in eine Welt, die auf jeder Seite dieses Romans etwas zu bieten hat und mit den unterschiedlichsten Facetten aufwartet. Langweilig wird es nie, denn die Autorin erzählt "Herzkönigin" atmosphärisch dicht und mit viel Fantasie, welche ungebremst jeden einzelnen Satz umfließt.

Ich vermochte allerdings nicht so in den Roman einzutauchen, wie ich es mir gewünscht hatte. Irgendetwas fehlte, um mir dieses besondere Gefühl zu vermitteln, das zwar erkennbar, für mich aber letztendlich nicht intensiv genug greifbar war. So wusste "Herzkönigin" mich zwar zu begeistern und auch mitzureissen, aber das gewisse Etwas fehlte, worauf ich nun in Band zwei hoffe.

Doch wusste die Spannung eine gute Entschädigung zu liefern. Es finden sich keinerlei langweilige Sequenzen oder unnötige, mit Details gestreckte Passagen, sondern jede Menge Abenteuer auf jeder der 460 Seiten. Es geschieht immer etwas, was den Leser in Atem hält und mitfiebern lässt. Das Tempo ist dementsprechend hoch, sodass, hat man erst einmal mit Lesen begonnen, man eigentlich gar nicht mehr aufhören möchte, da man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. "Herzkönigin" steckt voller Überraschungen und nichts ist, wie es letztendlich scheint.

Der phantasievolle Schreibstil der Autorin unterstreicht den morbiden und düsteren Charakter dieses Buches umso mehr. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und inhaltlich gut nachvollziehbar. Es macht Spaß, das Abenteuer gemeinsam mit Alyssa zu bestreiten, weshalb man sich nun auf Band zwei freuen kann, der hoffentlich auf diesen noch eine Schippe draufzulegen vermag.

Fazit: Eine düstere und morbide Umsetzung des Lewis Carroll Klassikers. Entdecke das wahre Wunderland!

 



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