Freitag, 3. April 2015

Venetian Vampires - Kinder der Dunkelheit von Gabriele Ketterl



Klappentext:
Sabine reist ins winterliche Venedig, um zu vergessen. Vor allem die schmerzhaften Blessuren auf ihrem Körper und ihrer Seele, die ihr eifersüchtiger Exfreund ihr zugefügt hat. In der magischen Stadt, in der aus jeder Ecke die Stimmen der Vergangenheit wispern, kann sie wieder frei atmen. Dort begegnet sie dem dunklen, geheimnisvollen Luca, der ihr bereits an ihrem ersten gemeinsamen Abend auf seine Art - das Leben rettet. Doch Luca hütet ein faszinierendes und doch bedrohliches Geheimnis. Sabine wird in einen Strudel aus unfassbaren Geschehnissen verstrickt, aus dem sie sich nicht befreien kann und will. Viel zu schnell verfällt sie Lucas Reizen ...

"Kinder der Dunkelheit" ist der erste Band der "Venetian Vampires"-Trilogie von Gabriele Ketterl.


Die Autorin beginnt ihren Roman mit einem Ausflug in die Vergangenheit. Dieser hat schon allein vom Setting her ein tolles Flair, sodass man direkt gebannt anfängt zu lesen.

Allerdings finden sich in diesem Einstieg kleinere Längen, die den Lesefluss stellenweise etwas ausbremsten, doch steigerte sich die Geschichte ab einem gewissen Punkt explosionsartig.

Dies geschieht während der Schilderung der Gegenwart, die den Leser zu packen weiß und ihm ein spannendes Abenteuer in der Lagunenstadt beschert und ihn auch noch an weitere tolle Orte begleitet.

Diese Spannung ist ab diesem gewissen Punkt so überaus greifbar, dass man eigentlich gar nicht mit dem Lesen aufhören mag. Alles ist so detailliert und dicht geschildert, dass man direkt eintauchen kann in die geheimnisumwobene Welt der venezianischen Vampire.
Vorallem zum Schluss steigert sich die Spannung noch ein letztes Mal enorm, sodass das Finale einem Pageturner gleicht.

Die Atmosphäre passt sich jedes Mal herrlich an die jeweiligen Orte und Situationen an. Mal fühlt man den Zauber Venedigs, mal den des Orients und so viel mehr. Es macht viel Spaß in diese atmosphärische Welt einzutauchen und in ihr ein spektakuläres Abenteuer zu erleben.


Trotz der 562 Seiten vergeht die Geschichte relativ fix. Ist man erst über besagten Punkt drüber hinweg, blättern sich die Seiten schon nahezu von alleine um. Nur zu gerne verfolgt man die sympathischen Vampire auf ihrem Feldzug und bei ihren privaten Problemen.


"Kinder der Dunkelheit" hebt sich überaus positiv aus der Masse der Vampirromane ab. Keine altbackenen Klischees, sondern sympathische Charaktere und eine tolle Geschichte schaffen etwas Neues, in das man nur allzu gerne abtaucht.


Der Schluss brilliert mit einer tollen Dramatik und einem ordentlichen Knalleffekt. Hier passte einfach alles, um den ersten Band dieser vielversprechenden Trilogie abzuschließen. Doch ein kleiner Cliffhanger schürt die Neugier auf Band zwei noch ordentlich an. Ich bin gespannt, wie diese Trilogie weitergeht und freue mich schon auf "Die Raben Kastiliens".


Fazit: Ein toller Vampirroman vor hervorragenden Settings. Zu Beginn etwas zäh, dafür später umso spannender. Eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


 


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