Mittwoch, 26. August 2015

Der Weg nach Aeswyn von Norman Doderer



Klappentext:
Tyr, das einst große und stolze Reich der Elfen, ist nach einem schrecklichen Krieg in drei Königreiche zerfallen und seither durch Mauern getrennt. Getrieben von Misstrauen und Argwohn haben die Könige von Mag Môr, Tawhar und Aeswyn jegliche Beziehungen zueinander abgebrochen. Doch ein alter gemeinsamer Feind wirft abermals seine dunklen Schatten gen Tyr. Aladriel, der junge Prinz Tawhars, macht sich gegen den Willen seines Vaters auf, um in Aeswyn um Beistand zu bitten. Wird es dem jungen Waldelfen gelingen, das Reich gegen diese Bedrohung erneut zu einen? Oder besiegeln unüberwindbare Differenzen zwischen den drei Elfenvölkern ihr gemeinsames Schicksal? Eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse beginnt …

"Der Weg nach Aeswyn" ist der erste Band der "Die Legende von Tyr"-Reihe von Norman Doderer.

Der Autor hat mit diesem Debüt eine wirklich schone Welt kreiert, in die man sehr gerne eintaucht. Die Details sind liebevoll durchdacht und auch der Plot mutet stets schlüssig und wohlüberlegt an. Durch viele unterschiedliche Facetten entsteht ein tolles High Fantasy Abenteuer, welches durch den wortgewandten Schreibstil des Autors zum Leben erwacht. Er beschreibt seine Welt in tollen Worten, durch die man sich Tyr und alles, was dazu gehört, wunderbar vorstellen kann.
Dabei bedient Norman Doderer keineswegs die üblichen Klischees, denn er hat eine eigenständige Geschichte geschaffen, die mit innovativen Ideen zu punkten weiß.
Hier und da hätte ich mir zwar noch etwas mehr Elemente gewünscht, um das High Fantasy Geschehen noch stärker zu forcieren, aber dennoch besitzt der Roman die nötige Tiefe, um Leser dieses Genres zu fesseln und zu begeistern.

Auch Spannung ist genug vorhanden, damit ein flottes Lesetempo entsteht, das den Leser durch die Seiten fliegen lässt. Dabei kann es auch schon einmal etwas brutaler zu gehen, ist aber dennoch stets authentisch und ohne Verrohung zu lesen. 
Zu jeder Zeit kann man sich von der Geschichte fesseln lassen und auch Längen sucht man hier vergeblich.
Dadurch ist dieser erste Band leider viel zu schnell gelesen und man wartet nun auf weitere Romane mit spannenden Abenteuern aus Tyr.

Die vom Autor kreierte Atmosphäre passt ausgezeichnet zur Geschichte. Der Fantasycharakter kommt hervorragend zum Tragen und unterstützt den Roman in seiner Magie. 

Der Schluss kommt ohne fiesen Cliffhanger aus, ist aber dennoch sehr offen, sodass man nun äußerst begierig darauf ist, wie es mit den Elfen von Tyr weitergehen wird. Hoffentlich ist auf diese Fortsetzung nicht allzu lange zu warten.

Fazit: Tolles, wortgewandtes und vorallem spannendes Debüt mit einer innovativen Fantasygeschichte.





1 Kommentar:

  1. Hi!

    Schöne Rezi, die nicht zu viel verrät.

    Ich bleibe gleich mal als Leser hier.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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