Freitag, 12. August 2016

Rabenherz von Anja Ukpai



Klappentext:
Als June ein Stipendium für die St. Gilberts High School erhält, geht ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Nur ihre Tante ist nicht begeistert. Sie warnt vor einem uralten Fluch und sieht eine dunkle Gefahr über St. Gilberts aufsteigen. Doch June hat andere Sorgen: Sie hat sich Hals über Kopf in Jacob verliebt, was alles andere als unkompliziert ist. Außerdem taucht immer wieder ein unheimlicher Rabe in ihrer Nähe auf und verfolgt sie sogar bis in ihre Träume. Und plötzlich geschehen tatsächlich merkwürdige Dinge in dem alten Schulgemäuer. Hatte Tante Phoebe etwa recht damit, dass ausgerechnet June die Bestimmte ist, die den Fluch auf St. Gilberts aufheben wird? Und zwar im Tausch gegen ihre große Liebe.
"Rabenherz" ist der erste Band der "Raben-Saga" von Anja Ukpai, die am Ende eine Dilogie darstellt.

Schon der Einstieg in den Roman sorgt für gruselige Momente, die sogleich die Neugierde des Lesers wecken. Man ist sofort begierig zu ergründen, was hinter den geheimnisvollen Ereignissen steckt und lässt sich daher sogleich von der Geschichte gefangen nehmen.

Auch der weitere Verlauf ist herrlich spannend und besticht mit einer tollen Geschichte, die weder vorhersehbar noch bereits bekannt erscheint. Seite um Seite wussten mich daher zu fesseln und ich ließ mich nur allzu gerne in das englische Internat St.Gilberts entführen. Man kann förmlich durch die Seiten fliegen, so sehr packte mich diese Geschichte, weshalb die Seitenanzahl letztendlich viel geringer erschien, als sie tatsächlich ist.

Besonders begeistert hat mich die Atmosphäre. Die passt einfach hervorragend zu dem englischen Setting, das in mir irgendwie Behaglichkeit hervorrief und ich mich daher voller Begeisterung unter eine Decke kuscheln und eine Tasse Tee genießen ließ. Dabei ist diese unter all jener Behaglichkeit ausnehmend düster, geheimnisvoll, romantisch und einnehmend. Einfach eine gelungene Mischung, die zu aufregenden Schmökerstunden einlädt und man das Buch vor Beendigung einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Die Hauptprotagonistin June ist für mich ein weiteres Highlight dieser Geschichte. Sie wirkt herrlich normal, aber dennoch sehr besonders. Ihre Art erscheint sehr einnehmend und es macht stets Spaß, das Abenteuer mit ihr zu durchleben. In meinen Augen hätten wir gerne noch mehr Zeit verbringen können.

Der Schluss kommt regelrecht abrupt. Zwar ohne fiesen Cliffhanger, aber dennoch recht plötzlich. Doch die vielen kleinen Andeutungen und die offenen Handlungsstränge lassen mich nach mehr lechzen, weshalb ich nun umso gespannter auf den abschließenden Band bin, der mir hoffentlich genauso viele Lesespaß beschert wie "Rabenherz" es vermochte.

Fazit: Spannend, atmosphärisch und wunderbar geheimnisvoll. "Rabenherz" ist das ideale Buch um sich an düsteren, kalten Tagen zum Schmökern unter eine Decke zu verkriechen und die Geschichte bei einer Tasse Tee typisch englisch zu genießen.



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